Mein Vater hatte so eine, in den 70gern: Eine goldene Metallbrille mit schmalem Rahmen. Nachdem er sie gegen eine matte, graue ausgetauscht hatte, ist meine Erinnerung an Gold als Brillenfarbe von Jahr zu Jahr blasser geworden und schließlich zusammen mit Dauerwellen und den Bay City Rollers völlig aus meinem Bewusstsein verschwunden …

Vor circa zwei Jahren tauchten dann die ersten Modelle dieser Art plötzlich wieder in menschlichen Gesichtern auf. Natürlich erschienen sie mir wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Ich dachte: Das sind sicher Vintage-Modelle aus den 70gern, die sich Design-Studenten auf dem Flohmarkt gekauft haben! Dann wurden es immer mehr goldene Brillen und sie lagen auch schon mal beim Optiker im Schaufenster. Inzwischen sitzt eine goldene Brille gefühlt in jedem 5. Gesicht, das mir begegnet. Zeit also, einmal zu erörtern, wem die goldene Brille denn gut steht.

Wem steht der feine helle Schein gut zu Gesicht?

Frau mit goldener Brille. Foto: Fielmann

1. Gelbgrundigen Farbtypen

Goldtöne stehen auf jeden Fall den gelbgrundigen Farbtypen, wie zum Beispiel der „Herbst“-Frau im Bild links (Foto: Fielmann). Gelbgrundige Farbtypen erkennt man an heller bis pfirsichfarbener Haut, brauen oder bernsteinfarbenen Augen und rötlichen Haaren. Allerdings sind diese Farbtypen selten. Bei den meisten Menschen erweist sich in meinen Farbberatungen das helle Gold nicht als vorteilhaft. Dazu muss ich allerdings erklären, dass ich meinen Kunden ein großflächiges goldenes Tuch auflege, um ein eindeutiges Ergebnis im Vergleich zu anderen Metalltönen zu bekommen. Die goldenen Brillen hingegen sind sehr fein und schmal, das ändert (fast) alles: Sie sehen auch an Trägern mit blaugrundigem Farbtyp oft wirklich gut aus, vor allem an diesen beiden Typen:

2. Hell und kühl

Damit sind zum Beispiel naturblonde Menschen mit hellblauen Augen gemeint. Diese Menschen haben oft eine hohe Intensität, das heißt ein regelrechtes Glitzern in den Augen. Hier fügt sich die goldene Brille gut in das helle Umfeld ein und wirkt wie ein zusätzliches Highlight, das das brillante Strahlen noch verstärkt. 

3. Dunkel mit warmen Hautton 

Sehr edel und geradezu aristokratisch wirkt die goldene Brille an Typen mit mediterranem oder orientalischem Aussehen. Zu dunklen Haaren und gebräunter Haut mit einem warmen Unterton leuchtet die hellgoldene Brille wie ein verheißungsvoller Lichtstrahl. Ein Kontrast, der Trägerin oder Träger sehr besonders aussehen lässt. Wer von Natur aus nicht ganz so dunkel ist, aber auch braune Augen und einen warmen Hautton hat, ist eventuell mit einer Brille aus einem etwas dunkleren, matteren Gold gut beraten. Ausprobieren! Und trauen Sie Ihrem eigenen Urteil! Auch wenn Brillenverkäufer etwas anderes sagen!

Berücksichtigen sollten Sie beim Brillen-Aussuchen außer dem Farbthema noch die Gesichtszüge: Feine Metallbrillen passen gut zu zarten, schmalen Gesichtsformen. Zu kräftigeren, breiteren Gesichtern ist eine Hornbrille meistens schöner.

Edelmetall hilft auch bei der Selbstreflexion

Außer zum stylischen Illuminieren des Gesichts taugt die goldene Brille aber auch noch zur Selbstreflexion, zumindest als Metapher. Dazu folgende Frage aus meinen Coaching-Repertoire: Mal angenommen, eine gute Fee würde Ihnen eine magische goldene Brille schenken, durch die Sie nur die goldenen – also wertvollen und strahlenden – Dinge, Menschen und Ereignisse in Ihrem Leben sehen … Was sehen Sie? Und was bedeutet das für Sie? Ich wünsche Ihnen viel Spaß und neue Erkenntnisse bei dieser Betrachtung!

Foto: Fielmann

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